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"Vom Acker zur Agenda“

Fachveranstaltung in Brüssel rückt mit SBR/Stolbur das Thema Ernährungssicherheit in den Fokus

Die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung in Europa steht zunehmend unter Druck. Im Rahmen der Fachveranstaltung „Vom Acker zur Agenda – Unsichtbare Bedrohung, sichtbare Folgen“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über die wachsenden Herausforderungen für die Landwirtschaft und die europäische Ernährungssouveränität.

Im Mittelpunkt stand der Krankheitskomplex SBR/Stolbur, eine bakterielle Erkrankung, die insbesondere den Zuckerrübenanbau betrifft. Die Folgen sind erheblich: Ertragsverluste, Qualitätsminderungen und wirtschaftliche Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom landwirtschaftlichen Betrieb bis zur Verarbeitung.

Staatssekretär Gert Zender, Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt, betonte dazu: „SBR/Stolbur macht deutlich, wie verletzlich unsere landwirtschaftlichen Produktionssysteme geworden sind. Wenn wir Erträge, Qualität und Wertschöpfung langfristig sichern wollen, brauchen wir einen konsequenten Dreiklang aus Innovation, enger Zusammenarbeit und verlässlichen politischen Rahmenbedingungen – auch auf europäischer Ebene.“

Die Veranstaltung, zu der das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt sowie das Unternehmen Pfeifer & Langen eingeladen hatten, fand in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union in Brüssel statt.

In ihren Beiträgen betonten die Beteiligten die Bedeutung eines engen Schulterschlusses zwischen Landwirtschaft, Forschung und Industrie. Nur durch gemeinsame Anstrengungen können wirksame Strategien zur Bewältigung neuer Schaderreger und Krankheiten entwickelt werden.

Ein zentrales Thema war zudem die Rolle neuer genomischer Techniken (NGT). Diese bieten die Möglichkeit, Kulturpflanzen schneller und präziser an neue Herausforderungen anzupassen und resistente beziehungsweise tolerante Sorten zu entwickeln. Gleichzeitig wurde deutlich, dass hierfür ein ausgewogener und wissenschaftsbasierter Rechtsrahmen auf europäischer Ebene erforderlich ist.

Neben züchterischen Innovationen gewinnen auch technologische Entwicklungen im Pflanzenschutz an Bedeutung. Digitale Monitoring-Systeme und präzise Anwendungen – etwa durch autonome Feldroboter – können dazu beitragen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren und gleichzeitig Erträge zu sichern.

Fachveranstaltung setzte wichtige Impulse für den weiteren Austausch auf europäischer Ebene und verdeutlichte den Handlungsbedarf, um die Landwirtschaft widerstandsfähig und zukunftsfähig aufzustellen.

Kontakt für Journalisten

Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Hasselbachstr. 4
39104 Magdeburg

Tel.: +49 391 567-4316
presse(at)mw.sachsen-anhalt.de

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