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Der Bergbau in Sachsen-Anhalt: Von jahrhundertelanger Tradition im Kupferschiefer- und Silberbergbau bis hin zum aktuellen Strukturwandel, aktiver Rohstoffgewinnung und ökologischer Sanierung.

Bergbautradition und gesellschaftliche Bedeutung

Tradition und Wandel

Der Bergbau hat die Region von Sachsen-Anhalt seit Jahrhunderten geprägt. Er war und ist der Motor für die wirtschaftliche Entwicklung und den technischen Fortschritt und hat damit die Grundlage für den Wohlstand der Gesellschaft gelegt.

Sachsen-Anhalt blickt auf eine lange Bergbautradition zurück. Besonders der 800-jährige Kupferschieferbergbau im Mansfelder Land und der Silberbergbau im Harz brachten bereits im Mittelalter und der frühen Neuzeit immensen Wohlstand. Später, mit Beginn der Industrialisierung, erlangte der Braunkohlenabbau im Mitteldeutschen Revier große Bedeutung. Die Kohle lieferte die Energie für die entstehende Chemieindustrie um Halle und Bitterfeld, dem heutigen „Chemiedreieck“.

Neben Kohle und Erzen ist Sachsen-Anhalt auch reich an Salzen. Die ersten Kalischächte der Welt wurden in Staßfurt geteuft. Der Abbau von Kali- und Steinsalzen legte den Grundstein für die Düngemittelproduktion und die chemische Industrie in dieser Region.

Ohne den Bergbau wäre Sachsen-Anhalt heute nicht das industriell geprägte Kulturland, das es ist. Er hat die Landschaft geformt, die Städte wachsen lassen und die Menschen geprägt. Seit der politischen Wende 1990 gelten aber auch hier andere Rahmenbedingungen und der globale Rohstoffmarkt bestimmt weitgehend das Bergbaugeschehen. Dazu kommt der zum Schutz des Klimas beschlossene Kohleausstieg, die zu gravierenden Veränderungen in den Bergbaurevieren geführt haben.

Sachsen-Anhalt befindet sich derzeit in einem der größten Strukturwandelprozesse der jüngeren Geschichte. Der aktive Bergbau ist dabei nach wie vor ein wichtiges Standbein der Wirtschaft und bleibt Grundlage vieler Industriezweige. Die natürlichen Rohstoffressourcen des Landes sind im Rohstoffsicherungskonzept zusammengefasst dargestellt. Dazu gehören auch neu zu erschließende Potentiale, wie z.B. die Lithiumvorkommen in der Altmark, die zu den kritischen Rohstoffen zählen (Stichwort CRMA) und in Zukunft eine wichtige Rolle im Bergbau Sachsen-Anhalts spielen könnten.

Der Strukturwandelprozess wird parallel von der Bergbausanierung, insbesondere der Braunkohlesanierung begleitet, die eine Aufgabe darstellt, die über viele Jahre und Jahrzehnte zu bewältigen ist.

Zuständige Fachbehörde für die Belange von Geologie, Rohstoffsicherung und Bergwesen in Sachsen-Anhalt ist das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB).

Zur Website des Landesamts für Geologie und Bergwesen

Wichtige Themen auf einen Blick

Aktiver Bergbau

Heute ist Sachsen-Anhalt nach wie vor ein vom Bergbau und den damit verbundenen Industriezweigen geprägtes Land. Natürliche Rohstoffressourcen stellen einen wichtigen Standortvorteil dar.Aktiver Bergbau

Bergbausanierung

Die Wiedernutzbarmachung ehemaliger Bergbauflächen ist eine langfristige Aufgabe. Ehemalige Tagebaue entwickeln sich zu Natur- und Erholungsräumen.Bergbausanierung

Rohstoffsicherungskonzept

Das Rohstoffsicherungskonzept schafft die fachliche Grundlage für eine nachhaltige Nutzung und Sicherung der natürlichen Rohstoffressourcen des Landes.Rohstoffsicherungskonzept

Ihre Ansprechpartner im Ministerium

Referat Bergbau, Geologie, Rohstoffsicherung, Mess- und Eichwesen

Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt
Hasselbachstr. 4
39104 Magdeburg

Frank Ranneberg
Tel.: +49 391 567-4453
E-Mail: poststelle@mw.sachsen-anhalt.de