Jeseritz. Der Hof Tendler in Gardelegen-Jeseritz baut seit 2021 Kichererbsen an. Die Hülsenfrüchte mögen trockene, sandige Böden wie die in der Altmark. Landwirtschaftsstaatssekretär Gert Zender besuchte den familiengeführten Hof und sprach mit Henrik und Catharina Tendler über die Besonderheiten dieser Pflanze.
Auf dem Feld sind derzeit nur die wadenhohen Pflanzen mit ihren weißen Blüten zu sehen. Die Hülsen mit den Erbsen kommen später dazu, geerntet wird zwischen Ende August und längstens bis Mitte Oktober. Kichererbsen sind pflegeleichte Pflanzen: Sie kommen unter günstigen Bedingungen auch ohne Bodenbearbeitung aus, brauchen wenig Wasser und benötigen in der Regel keinen Stickstoffdünger. Dafür eignen sich die sandigen Böden der Altmark hervorragend. Außerdem sind die Pflanzen wenig anfällig für Krankheiten.
Staatssekretär Zender sprach mit Henrik Tendler über die Kembedingungen als größte Herausforderung. Drei Sorten werden derzeit angebaut. Noch gibt es in Deutschland wenig Erfahrung mit dem Anbau von Kichererbsen, so dass Henrik Tendler vieles selbst ausprobiert und testet, zum Beispiel den besten Zeitpunkt für die Aussaat. Daher sei der jährliche Ertrag unsicher.
„Es ist ein wichtiges Zeichen, wenn junge Landwirte etwas Neues wagen und die damit verbundenen Herausforderungen motiviert anpacken. Ich bin von dem Engagement beeindruckt“, sagte Staatssekretär Zender bei dem Besuch.
Weiterhin wurden Themen wie die Herausforderung der Direktvermarktung sowie aktuelle agrarpolitische Entwicklungen erörtert.
„Mir ist wichtig, vor Ort mit den Landwirten ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, was gut läuft und wo die Herausforderungen liegen. Ich nehme wichtige Impulse mit zurück nach Magdeburg“, so Zender zum Abschluss des Besuchs.

