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Gartenschauen in Sachsen-Anhalt

Gartenschauen sind Großereignisse. Sie bieten den Besuchern ein vielseitiges Angebot:

  • Garten- und Grünflächengestaltung,
  • Lehrschauen, 
  • garten- und pflanzenbauliche Ausstellungen, 
  • zahlreiche Informationsveranstaltungen.

Und natürlich stehen Unterhaltungsprogramme und Auftritte populärer Künstler auf der Tagesordnung. Selbst für Besucher, die ein beschaulicheres Eckchen suchen, ist auf einer Gartenschau gesorgt.

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Ziele einer Landesgartenschau

Mit Landesgartenschauen sollen

  • Gartenkultur,
  • Tourismus,
  • Stadtklima,
  • Lebensbedingungen sowie
  • Landschafts-, Natur-, Umwelt- und Denkmalschutz

gefördert und infrastrukturelle Defizite langfristig beseitigt werden.

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Förderung durch das Land Sachsen-Anhalt

Die Ausrichtung einer Landesgartenschau bietet der ausrichtenden Stadt die Möglichkeit, finanzielle Ressourcen auf ein Schwerpunktereignis zu konzentrieren. Bei Landesgartenschauen werden Ressourcen wie nirgendwo sonst im Land gebündelt und finanzielle Mittel effektiv eingesetzt. Innerhalb eines vergleichsweise kurzen Zeitraums können zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und viele Fördermöglichkeiten genutzt werden.

Das Land Sachsen-Anhalt stellt finanzielle Mittel bereit, um unter anderem 

  • die grüne Infrastruktur und das Stadtklima zu verbessern, 
  • städtebauliche Maßnahmen zu realisieren, 
  • moderne Verkehrskonzepte umzusetzen und 
  • Verbesserungen für Klima- und Denkmalschutz und die Erhaltung der Biodiversität zu erreichen.

Mit Hilfe der Fördermittel werden regionale Wirtschaftskreisläufe angekurbelt, Arbeitsplätze geschaffen und der Tourismus belebt. Das Wohnumfeld der Einwohner wird aufgewertet, was einer Abwanderung entgegen wirken und zu einer erhöhten Ansiedlung führen kann.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie fördert die Landesgartenschau mit einem Sockelbetrag in Höhe von 5 Millionen Euro und zukünftig mit 6 Millionen Euro. Diese Mittel können für den sogenannten Grünen Bereich eingesetzt werden. Mit der Förderung des Ministeriums können landschaftsgestaltende und gartenbauliche Investitionen umgesetzt werden, die durch andere Förderprogramme nicht abgedeckt werden.

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Wittenberg richtet 6. Landesgartenschau 2027 aus - Investition von rund 20 Millionen Euro

Die Lutherstadt Wittenberg wird die 6. Landesgartenschau (Laga) 2027 in Sachsen-Anhalt ausrichten. Unter dem Motto „Stadt an der Elbe“ wird sich die Lutherstadt knapp einer halben Million Besucher aus Sachsen-Anhalt und anderen Bundesländern präsentieren. Wittenberg erhielt den Vorzug gegenüber dem Mitbewerber Bitterfeld-Wolfen.

 „Landesgartenschauen sind eine gute Möglichkeit, um das Image, die Identität und den Bekanntheitsgrad einer Region zu fördern“, sagt Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister Sven Schulze. Besucherinnen und Besucher könnten unter anderem an originalen Schauplätzen der Reformation in die Geschichte der Stadt eintauchen, auf den Spuren Friedrichs des Weisen wandeln und mittelalterliches Flair genießen. „Wittenberg bietet seinen Gästen vielfältige Möglichkeiten zum Verweilen“, so Minister Schulze weiter. „Durch die Laga 2027 haben sowohl die Stadt als auch die Region die Chance, sich zum Besuchermagneten zu entwickeln, was insbesondere nach der Corona-Zeit von besonderer Bedeutung ist.“

Den Mittelpunkt der Laga 2027 bilden mit insgesamt knapp 27 Hektar Fläche der an der Elbe gelegene Uferpark und die historischen Wallanlagen im Stadtinneren. Vom historischen Stadtzentrum ausgehend sollen neue, nachhaltige Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten in Elbnähe erschlossen und dauerhaft etabliert werden. 

Für Investitionen in die Gartenschau sind knapp 20 Millionen Euro vorgesehen. Davon übernimmt die Stadt rund 8 Millionen Euro. Das Land Sachsen-Anhalt stellt rund 6,1 Millionen Euro zur Verfügung. Für Maßnahmen des Garten- und Landschaftsbaus werden weitere 6 Millionen Euro aus dem Sockelbetrag zur Durchführung einer Landesgartenschau bereitgestellt.

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Landesgartenschau 2023 in Bad Dürrenberg

Die Landesregierung hat am 28. März 2017 beschlossen, die Landesgartenschau 2022 an die Stadt Bad Dürrenberg zu vergeben. Das Motto des Konzeptes lautet "Salzkristall & Blütenzauber". Folgendes ist geplant:

  • Sanierung des historischen Kurparkes mit dem Gradierwerk,
  • Wiederherstellung der Saalehänge mit alten Wegeführungen zum und am Fluss,
  • Schaffung eines Weinbergs am Saalehang,
  • Schaffung von Blickachsen auf die Leunawerke und
  • Vernetzung der Ränder des Kurparkes mit der Wohnbebauung.

Die Saale soll wieder erlebbar und Räume miteinander vernetzt werden. Der Kurpark soll eine überregionale Bedeutung erlangen und kultureller Mittelpunkt der Stadt werden. Der Ideenwettbewerb für die Landesgartenschau ist beendet. Nun gilt es, die Planungen mit Leben zu erfüllen.

Die Landesregierung hat am 18. August 2020 der Stadt Bad Dürrenberg, austragende Stadt der 5. Landesgartenschau Sachsen-Anhalt, nach deren Bitte auf Prüfung vom 09.07.2020 die Zustimmung erteilt, die Landesgartenschau coronabedingt um ein Jahr in das Jahr 2023 zu verschieben. Der Stadtrat der Stadt Bad Dürrenberg beschloss daraufhin in der Stadtratssitzung am 01. September 2020 die 5. Landesgartenschau zu verschieben und im Zeitraum vom 21. April 2023 bis 15. Oktober 2023 durchzuführen.

 

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Landesgartenschau 2018 in Burg

2018 fand die Landesgartenschau in Burg statt. Auch hier hat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie einen Sockelbetrag in Höhe von 5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auch aus der Städtebauförderung und dem Förderprogramm zur "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" hat die Stadt Geld erhalten.

In Burg wurden der Goethepark, der Weinberg, die Ihlegärten und der Flickschupark anspruchsvoll neu gestaltet. Dazwischen liegt die Innenstadt, die zu einem Bummel einlud. Gartenliebhaber, Erholungssuchende und alle anderen Neugierigen kamen auf ihre Kosten. Viele neue Spielmöglichkeiten laden auch jetzt noch Familien mit Kindern ein, hier einen tollen Tag zu verbringen. Auf die Besucher warteten wechselnde Hallenschauen und Bepflanzungen, Lehrschauen, Konzerte, Unterhaltungsprogramme und Informationsveranstaltungen. Mehr als 800 Veranstaltungen fanden statt.

Die Landesgartenschau 2018 hat das Gesicht der Stadt Burg verändert und wird es bleibend prägen. Bürger und Stadt werden nachhaltig profitieren.

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Weitere Gartenschauen in Sachsen-Anhalt

1999 richtete Magdeburg eine Bundesgartenschau aus. Das Gelände wird nach wie vor rege genutzt. Hier befindet sich der beliebte Elbauenpark.

Die erste Landesgartenschau fand 2004 in Zeitz unter dem Motto "Zeit(z)reise" statt. Im Mittelpunkt der Schau stand das Gelände rund um den Schlosspark Moritzburg. Das Gelände wird auch heute noch intensiv genutzt.

Die zweite Landesgartenschau wurde 2006 in Wernigerode ausgetragen. Auf dem Gelände befindet sich heute der Bürger- und Miniaturenpark. Dieser ist ein lohnendes Ausflugsziel. Hier kann man zum Beispiel Harzer Sehenswürdigkeiten im Miniaturformat bestaunen.

In Aschersleben wurde 2010 die dritte Landesgartenschau präsentiert. Mehrere aneinander angrenzende Grünflächen der Stadt wurden attraktiv und einladend gestaltet. Die Innenstadt hat durch begleitende Maßnahmen stark gewonnen. Die Flächen laden auch heute noch zum Bummeln und Verweilen ein.

Im Jahr 2015 beteiligte sich die Stadt Havelberg an der Bundesgartenschau Havelregion. Es wurden insbesondere die Flächen um den Dom aufgewertet. Kreativität zeigte unter anderem die Ausrichtung der Blumenhallenschauen in einer Kirche. Auch das sehenswerte Haus der Flüsse wurde im Zusammenhang mit der Landesgartenschau errichtet. Im Zuge dessen wurde das Außengelände völlig neu gestaltet.

Die fünf Städte haben nachhaltig von ihren Schauen profitiert. Es wurden viele positive Entwicklungen in Gang gesetzt. Nicht umsonst hat sich die Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag dazu bekannt, weiterhin Landesgartenschauen durchzuführen.

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Allgemeine und Rechtsangelegenheiten, Verbraucherschutz, Ernährungswirtschaft

Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt

Herr Michael Springer
Telefon: +49 391 567-4214
E-Mail: michael.springer@mw.sachsen-anhalt.de